22.03.19

Innovative Bearbeitungslinie für Schwungräder in Betrieb genommen

Die Eisengießerei mit Bearbeitung M. Busch hat kürzlich im Rahmen eines Festaktes eine neue Schwungradbearbeitungslinie im Werk Bestwig in Betrieb genommen. In Anwesenheit von Landrat Dr. Karl Schneider, Bürgermeister Ralf Péus, dem Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff sowie Vertretern von Kunden, Gewerkschaft, heimischer Wirtschaft und Lieferanten konnte M. Busch-Geschäftsführer Andreas Güll die neue Anlage offiziell einweihen.

Andreas Güll mit Gästen der Einweihung

 

Bei der Investition in Höhe von rund vier Millionen Euro handelt es sich um eine hochmoderne und einzigartige Bearbeitungslinie für LKW-Schwungräder. Im Rahmen seiner Ansprache konnte Andreas Güll den anwesenden Gästen berichten, dass sich selbst ein ranghoher Vertreter des weltweit führenden LKW-Herstellers Daimler – auf der Bearbeitungslinie werden künftig Schwungräder für einen Großauftrag des schwäbischen LKW-Herstellers produziert – schwer beeindruckt von der Anlage zeigte. Er gab zu, weltweit noch nirgendwo, auch nicht in China, eine solch komplexe und technisch anspruchsvolle Bearbeitungslinie für Schwungräder gesehen zu haben. „Diese Aussage erfüllt uns mit Stolz, zeigt aber auch die Herausforderung in der Beherrschung dieser Anlage und der Erreichung der technischen Verfügbarkeit bei gestiegener Komplexität“, sagte Andreas Güll hochzufrieden. Mehrere Mitarbeiter wurden in intensiven Lehrgängen in der Bedienung der neuen Anlage ausgebildet und geschult. 

M. Busch-Geschäftsführer Andreas Güll

 

Kern der Anlage sind fünf Bearbeitungsmaschinen, die verkettet von insgesamt drei Robotern be- und entladen werden. Aufgrund der hohen Sauberkeitsanforderungen der Kunden ist in die Anlage auch eine Durchlaufwaschanlage integriert, eine Technologie, die in der Bearbeitung in Bestwig erstmalig zum Einsatz kommt. Die vollautomatisierte Bearbeitungslinie umfasst Drehbearbeitung, Bohrbearbeitung, Zahnkranzfügen, Wuchten, Vorreinigen und Waschen, Vakuumtrocknen und Kühlschock auf Raumtemperatur.

 

Die Eisengießerei mit Bearbeitung M. Busch, die in Europa führend in der Herstellung von einbaufertigen Bremstrommeln, Schwungrädern und Bremsscheiben für die Truck-Industrie ist, hat in den vergangenen Jahren eine mittlere zweistellige Millionensumme in ihre Gießerei in Meschede-Wehrstapel investiert. Vor rund zweieinhalb Jahren wurde die neue Fertigungslinie 3plus in Wehrstapel in Betrieb genommen. Nun wird umfangreich am Standort Bestwig investiert. Der neuen Bearbeitungslinie werden hier noch weitere technisch anspruchsvolle Anlagen folgen. Im Laufe der nächsten 18 Monate wird M. Busch außerdem zwei neue Hallen in Bestwig errichten.

 

Ziel ist es, den Standort Bestwig zukunftsfähig im Hinblick auf Automatisierung, Produktivität, Qualität und Kapazität aufzustellen und somit die Arbeitsplätze langfristig zu sichern“, sagte Geschäftsführer Andreas Güll zur Freude der politischen Vertreter. Im vergangenen Jahr wurden rund 60 neue Beschäftigte eingestellt, und mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten werden weitere neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgen. M. Busch beschäftigt momentan rund 600 Mitarbeiter und der Umsatz konnte in 2018 auf rund 130 Millionen Euro gesteigert werden. Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Ralf Péus lobten in ihren Grußworten das außerordentliche Engagement von M. Busch und stellten heraus, dass das Unternehmen einen erstklassigen Ruf als innovativer und attraktiver Arbeitgeber in der Region genieße.