M. Busch GmbH & Co. KG
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D-59909 Bestwig
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:: 1830 :: 1935 :: 1960 :: 1970 :: 1976 :: 1980 :: 1990 :: 1998 :: 2000 :: 2005 ::

Geschichte


Blick in das Innere einer alten Hammerschmiede mit einem wasserbetriebenen
Schwanzhammer

1830
Der Schmiedemeister Michael Busch (genannt Schmitten-Kaiuers) aus Meschede übernimmt von dem Freiherrn Max von Fürstenberg-Eggeringhausen eine Sensenschmiede im Nierbachtal. Der Standort lag unweit von dem jetzigen Betriebsgelände im Nierbachtal gegenüber dem firmeneigenen Parkplatz. Die Produktion umfasste nunmehr die Herstellung von eisenbereiften Gespannwagenachsen für landwirtschaftliche Fahrzeuge.

1860
Auf dem heutigen Betriebsgelände in Meschede-Wehrstapel entsteht ein Hammerwerk und eine Graugießerei. Es werden neben Schmiedeteilen zunehmend Achsbüchsen gegossen, weiterhin Kokillen und Maschinenguss sowie Poterieguss (Teile für Herde, Öfen, Kessel).


Genehmigung zum Bau einer Maschinenfabrik nebst Hammerwerk (Werk Bestwig) für Heinrich Busch

1890
Vier Gründerenkel errichten in Bestwig eine neue Fabrik für Lastachsen und Patentachsen für landwirtschaftliche Fahrzeuge.

1924
Die beiden Werke in Wehrstapel und Bestwig werden zu einer Aktiengesellschaft M. Busch AG zusammengeschlossen.

1929
Die Firma M. Busch AG beschäftigt insgesamt 500 Mitarbeiter und ist ein bedeutender deutscher Hersteller von Lastachsen.

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1935
Die Firma M. Busch AG wird in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.

1945
Bomben zerschlagen zu 90 % die Anlagen in Wehrstapel.

1945 - 1950
Mühsamer Wiederaufbau und Suche nach neuen Märkten für den erhofften Aufschwung in den Friedensjahren.


Prospektmaterial für die Gabelstaplerfertigung

1950 - 1960
Neue Produkte werden gefertigt u. a. Kartoffelroder, Kolben-Membran-Pumpen, Filterpressen, Gabelstapler und zunehmend Bremstrommeln. Die benötigten Gussteile für die genannten Produkte, die in Bestwig gefertigt wurden, werden in Wehrstapel gegossen. (Pumpengehäuse, Ständer und Rahmen für Filterpressen, Getriebegehäuse, Aufbauten für Gabelstapler)

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Hydraulische Gesenkpresse von Hasenclever in der Schmiede in Bestwig

1960
Die Bergische Achsenfabrik Fritz Kotz und Söhne, Wiehl, wird Mitgesellschafter.

Es beginnt eine zügige Aufwärtsentwicklung für beide Betriebe. Die in Bestwig in der Freiformschmiede hergestellten Vollachsen werden ersetzt durch Hohlachsen. Bremstrommeln und Nabentrommeln für LKW und PKW-Anhänger werden in Wehrstapel gegossen und zunehmend auch mechanisch bearbeitet.
Die Lufthämmer in der Schmiede in Bestwig werden ersetzt durch moderne hydraulische Hämmer und Pressen. Koksbeheizte Öfen werden auf Heizöl umgestellt.


Bearbeitung von Bremstrommeln an einer mechanischen Karussell-
Drehmaschine

1961
Neubau der Dreherei in Wehrstapel. Die mechanische Bearbeitung von Bremstrommeln nimmt deutlich zu.

1964
Die Gesenkschmiede in Bestwig wird erweitert.

1966
Neubau der Fertigungshalle I mit Bürotrakt in Bestwig.

1967
Im Alter von 59 Jahren stirbt der Geschäftsführer Ernst Busch.

1968
Dipl.-Ing. Hans-Peter Busch und Dipl.-Kfm. Dr. Horst Schmitz-Dörner werden als Geschäftsführer bestellt.

1969
Die Gesenkschmiede in Bestwig wird weiter modernisiert. Durchstoßöfen werden ersetzt durch moderne Drehherdöfen.

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1969 – 1970
Erweiterung der Gießereianlagen in Gießerei I in Wehrstapel und Neubau eines Sozialgebäudes in Wehrstapel mit Küche, Toiletten, Wasch- und Umkleideräumen.

1971
Bau einer neuen Schmelzanlage in Wehrstapel mit den erforderlichen Nebenanlagen.

1974
Die Fertigungshalle II im Werk Bestwig wird errichtet – Achsmontage, Blechfertigung und mechanische Fertigung werden ausgebaut

1975
Errichtung einer Gießereiversuchsanlage zur Herstellung von Furanharzformen

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Sozialräume und Büros Werk Bestwig (Neubau 1977)

1976
In Bestwig wird die Fertigungshalle III gebaut.

1977
Anschaffung der ersten CNC-Drehmaschine in Wehrstapel. Erweiterung der Sozialräume des Bürotraktes in Bestwig

1978
Das Schmelzhaus in Wehrstapel wird erweitert. Zwei Netzfrequenz-Induktions-Tiegelöfen werden in Betrieb genommen.
Neubau der Gießerei II mit einer Formatic-Formanalage, Gießstrecke, Ausleeranlage und Gusskühlung sowie Gussnachbehandlung.


Erweiterung der Gattierungshalle in Wehrstapel

1979 - 1980
Die Gesenkschmiede in Bestwig wird stillgelegt. Es erfolgt die Übernahme einer Bremsbelagbearbeitung und -Montage. In Wehrstapel wird die Gattierungshalle als geschlossenes Gebäude mit Lärmschutzwand erweitert.

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1980
Anbau der Dreherei in Wehrstapel. Errichtung einer Lagerhalle für Fertigteile.

1981
Neubau des Verwaltungsgebäudes in Bestwig

1982
Errichtung einer Lagerhalle in Bestwig (1. Bauabschnitt)


Blick in das Schmelzhaus in Wehrstapel

1983
Erweiterung des Schmelzhauses in Wehrstapel. Inbetriebnahme eines neuen Kupolofens mit Warmhalteofen. Die jährliche Schmelzleistung beträgt ca. 70.000 t.

1986 - 1988
Bau einer Verladehalle in Wehrstapel. In zwei Bauabschnitten werden die Lagerhallen in Bestwig erweitert.

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1990
Der Geschäftsführer Dr. Schmitz-Dörner scheidet aus und tritt in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wird Dipl.-Ing. Jörg Kempermann, Mitglied im Beirat, berufen.


Kerneinlegestrecke installiert mit Blick auf das Produkt der Zukunft: belüftete Bremsscheiben

1991
Bau der Gießerei III in Wehrstapel mit Sandaufbereitung, Form- und Gießstrecke, Ausleeranlage und Gussnachbehandlung. Erweiterung der Kernmacherei und des Modellbaus.

1993
Nach der Inbetriebnahme der Gießerei III wird die Gießerei I stillgelegt. Die frei gewordenen Hallen werden als Rohteillager und zur Erweiterung der mechanischen Bearbeitung genutzt.


Verstellbare Zugdeichsel für LKW Anhänger

1992 - 1993
Verlagerung der Achsfertigung für PKW-Anhänger aus Bestwig, Übernahme der Fertigung von Zuggabeln, Zugdeichseln und Kurzkupplungssystemen von der BPW in das Werk Bestwig

1994
Überdachung des Lager- und Verladeplatzes in Wehrstapel

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1998
Errichtung einer Leichtbau-Lagerhalle für bearbeitete Gussteile in Wehrstapel. Die BPW Bergische Achsen KG und eine Gruppe bei ihr beteiligter Gesellschafter übernehmen die Firma M. Busch vollständig.

1999
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Wolfgang Krappe wird zum Geschäftsführer bestellt. Dipl.-Ing. Jörg Kempermann scheidet zum 31. März und Dipl.-Ing. Hans-Peter Busch zum 31. Dezember 1999 als Geschäftsführer aus.

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1999 – 2000
Die Zugdeichselfertigung und das Nutzfahrzeugprogramm werden zu BPW-Rába nach Ungarn verlegt.


Eine Drehmaschine aus Wehrstapel wird in Bestwig entladen

2001
Die Gießerei steigert ihre Leistung mit einer umfangreichen Investition um 20 %. Die Fertigungskapazitäten für Bremsscheiben werden weiter ausgebaut. Durch die Leistungssteigerung kann die Gießerei II stillgelegt werden.

2001 - 2003
Die mechanische Bearbeitung wird vom Werk Wehrstapel in das Werk Bestwig verlagert. Die Kapazität der Bearbeitung beträgt ca. 1 Mio. Stück pro Jahr.

2002
Das „leichte Programm“ (Fertigung von Gummi und Drehstabfederachsen für PKW-Anhänger mit den dazugehörigen Zugeinrichtungen) wird zu BPW-Fahrzeugtechnik, Paderborn verlagert. Erweiterung der Kernmacherei mit vollautomatischem Fertigungsprozess inklusive eines modernen Durchlauftrockenofens.

2003
Erstmals werden mehr Bremsscheiben als Bremstrommeln gefertigt.

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Kerneinlegestrecke mit Mittelformmaschine
(Gießerei 4)

2004 - 2005
Planung, Errichtung und Inbetriebnahme einer neuen Gießerei für Bremsscheiben mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Mio. Euro.


2005
Als erstes Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie in Nordrhein-Westfalen führt Busch das Entgeltrahmenabkommen (ERA) ein.
Angestellte und Arbeiter werden zu Beschäftigten und nach einem gemeinsamen Entgeltsystem bezahlt.

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